Milcherzeugungskosten vertraglich verankert
Ein wichtiger Schritt für faire Biomilchpreise
Manchmal entstehen Veränderungen dort, wo Menschen offen miteinander sprechen, unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Genau so war es auch bei unserer neuen Vereinbarung mit dem Geschäftsfeld Biomilch Nord-Ost der MEG MilchBoard.
Am 29. Januar 2026 haben wir eine Zusatzvereinbarung zum bestehenden Milchliefervertrag unterzeichnet. Das Besondere daran: Zum ersten Mal wird der Bio-Milchmarkerindex (Bio-MMI) verbindlich Teil der Milchpreisbildung. Damit fließen die tatsächlichen Kosten der Biomilcherzeugung künftig direkt in den Auszahlungspreis ein.
Für die 27 Bio-Höfe der Erzeugergemeinschaft, die uns zusammen rund 23 Millionen Kilogramm Biomilch liefern, bedeutet das mehr Transparenz und eine stärkere Anerkennung der wirtschaftlichen Realität auf den Betrieben. Und für uns bedeutet es, Verantwortung zu übernehmen – entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Der Weg dorthin war geprägt von intensiven Gesprächen, Offenheit und dem gemeinsamen Wunsch, etwas zu bewegen. Auch wenn die Erzeugungskosten damit noch nicht vollständig gedeckt sind, ist es ein wichtiger Schritt in Richtung fairerer Rahmenbedingungen.
„Um uns als Molkerei zukunftsfähig aufzustellen, ist die langfristige Rohstoffsicherung ein entscheidender Faktor. Biomilch bleibt knapp – gleichzeitig ist die Wirtschaftlichkeit auf vielen Höfen nicht gegeben“, sagt Rüdiger Fricke, Geschäftsführer der Gläsernen Molkerei. „Als reine Biomolkerei können wir den Markt nicht allein verändern, aber wir können Verantwortung übernehmen und neue Wege gehen. Mit einer langen Vertragslaufzeit setzen wir zudem bewusst auf Verlässlichkeit.“
Auch Sprecherin der MEG Milchboard Anna-Christina Wegner sieht in der Vereinbarung einen wichtigen Anfang: „Wir sind gemeinsam mit unserer Molkerei den ersten Schritt auf einem neuen Weg gegangen – hin zu mehr Transparenz, Fairness und echter Partnerschaft auf Augenhöhe. Tatsächlich gegeben ist diese aber erst, wenn 100 Prozent der Biomilcherzeugungskosten gedeckt werden.“
Perspektivisch braucht es dafür aus ihrer Sicht alle Beteiligten der Wertschöpfungskette: Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel. Nur gemeinsam lassen sich faire und langfristig tragfähige Biomilchpreise erreichen.
Für uns bei der Gläserne Molkerei ist klar: Transparenz ist kein Marketingversprechen, sondern Teil unseres wirtschaftlichen Handelns. Mit der neuen Vereinbarung gehen wir dafür einen weiteren Schritt. Gemeinsam mit unseren Erzeugerinnen und Erzeugern. EHRLICH GUT.
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